"Authentische Gebärdensprache? Theoretische und empirische Perspektiven"

Authentizität gehört zu diesen Begriffen, die wir zwar oft gebrauchen, aber selten näher definieren.  Oft heißt es: "Das war wirklich authentisch!", aber es so richtig auf den Punkt zu bringen, was es denn nun genau ist, was bspw. eine sprachliche Äußerung authentisch wirken lässt (oder auch nicht), fällt den meisten Menschen schwer. 

Im Rahmen dieser Weiterbildung setzen wir uns speziell mit der Frage auseinander, was genau unter "Authentizität" im Kontext von Sprache(n) und Sprachgemeinschaft(en) zu verstehen ist. Wir werden uns im Rahmen von Diskussionen eigener Intuitionen und meta-sprachlicher Wahrnehmungen bewusst werden, diese näher beleuchten und kritisch hinterfragen. Darüber hinaus werden wir uns mit aktuellen Forschungsarbeiten befassen, die sich speziell der Frage gewidmet haben: "Was bedeutet authentisch im Zusammenhang mit DGS und der DGS-Gemeinschaft?" Wir werden entdecken, welche Betrachtungsebenen, Forschungsperspektiven und methodische Ansätze in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen. Und natürlich werden einschlägige Forschungsergebnisse präsentiert. 

Ziel ist es, dass Sie im Laufe der Veranstaltung systematische Zugänge zu dem vordergründig recht schwammigen Begriff "Authentizität" im Zusammenhang mit DGS und der DGS-Gemeinschaft gewinnen und genauer erklären können, was Sie genau meinen, wenn Sie das nächste Mal sagen: "Das war authentisch!" 

 

Hinweis: Im Zentrum der Veranstaltung steht eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit dem Konzept "Authentizität". Es geht nicht darum, Werturteile bezüglich bestimmter Gebärdensprachnutzergruppen und/oder DGS-Äußerungen zu etablieren und zu kommunizieren. 

 

Die Weiterbildung richtet sich an Dolmetscher und Dolmetscherinnen, die offen dafür sind, eigene meta-sprachliche Überzeugungen und Ideologien kritisch zu hinterfragen. Und Sie sollten Spaß an wissenschaftlicher Horizonterweiterung haben. 

 

Der Online-Workshoptag:

Das Programm ist eine Mischung aus Input, Selbststudium und Austausch mit der Dozentin und in der Gruppe.

Im Vorfeld der Veranstaltung erhalten Sie Arbeitsmaterial per Email. 

Am Veranstaltungstag treffen wir uns jeweils um 9:00, 12:30 und 15:30 zur Live-Session in der Gruppe via Zoom. Hier gibt es theoretischen Input aus der aktuellen Forschung und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch in der Gruppe. Dazwischen haben Sie Gelegenheit, ausgewählte Aspekte der Weiterbildung für sich zu reflektieren. 

Der Workshoptag endet nach der letzten Live-Session um 17 Uhr.

 

Inklusive:  2 und 4 Wochen nach der Veranstaltung gibt es jeweils ein 1-stündiges Bonus-Treffen: zum Fragen klären und Inhalte Auffrischen.

 

Der Gesamtumfang der Veranstaltung entspricht 10 Stunden.

 

Hinweis: Um einen möglichst intensiven Austausch zu ermöglichen, ist die Zahl der Teilnehmenden auf max. 8 Personen begrenzt.

Auf einen Blick:

Referentin:   Dr. Hanna Jaeger

Datum:   Freitag, 12. März 2021

Uhrzeit:   9:00-17:00

Kosten:   250 €

Veranstaltungsort:   Online (Zoom)

Anmeldeschluss:   12. Februar 2021

 

Hinweis: Dieser Kurs ist inzwischen ausgebucht. Wenn Sie in Zukunft gerne vorab über eine neue Durchführung informiert werden möchten, kontaktieren Sie uns gerne hier: